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Elektrische Fussbodenheizung und dessen Eignung​​​​​​​

Elektrische Fussbodenheizungen können mittels spezieller Trittschallunterlage und Regelung über Thermostat mit Bodenfühler (begrenzt auf 27 Grad) auch unter Laminat und Parkett verlegt werden. Dabei sollten jedoch verschiedene Aspekte beachtet werden. Nicht jedes Material ist als Unterlage oder Bodenbelag für eine Fussbodenheizung geeignet. Die Eignung für Elektrobodenheizung muss mit dem Lieferant bestätigt werden.

Welches Laminat/Parkett ist für eine elektrische Fussbodenheizung geeignet?

Holz reagiert bei Wärme mit Schwindung. Wenn Holz schwindet, bilden sich Fugen. Es gilt, je kleiner die Parkettstäbe sind, desto geringer ist die Fugenbildung. Hinzkommt, dass sich Parkett mit stehenden Jahresringen besser eignet, als mit liegenden Ringen.

  • Am besten eignen sich Massivparkett mit Njut und Feder oder Mehrschicht Einzelstab Parkett
  • Gut geeignet sind ausserdem Mosaikparkett, Stabparkett und Fertigparkett
  • Ungeeignet sind Hirnholzparkett und Massivdielen
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Welche Holzart ist am besten für eine elektrische Fussbodenheizung geeignet?

Es ist wichtig, dass das Holz eine gute Wärmeleitzahl hat. Der Wärmedurchlasswiderstand sollte nicht grösser als 0.15 K/W sein. Hartholz leitet die Wärme besser als weiches Holz. Harthölzer sind z.B. Eichen. Zu den weichen Hölzern zählen z.B. Fichten. Je dichter und dünner das Material, desto höher ist die Wärmeleitfähigkeit. Ausserdem neigt Holz mit einer kurzen Feuchtewechselzeit zu einer stärkeren Bildung von Fugen. Dazu zählen z.B. Buche und Ahorn. Eichen und Tropenhölzer haben langsameren Feuchtewechsel und folglich eine geringere Fugenbildung.

Was muss bei einer elektrischen Fussbodenheizung mit Laminat und Parkett beachtet werden?

Damit der Bodenbelag und das Installationsmaterial (Isolation usw.) nicht beschädigt wird, darf der nicht wärmer als 27 Grad werden. Deswegen muss eine Möglichkeit der Regulation und Begrenzung der Oberflächentemperatur bestehen. (Thermostat mit Bodenfühler und Bodenregulierung/Begrenzung) 

Parkett, Laminat :  Trockenverlegung oder Nassverlegung?

trockene Verlegung:
+ einfach und schnelle Verlegung
​+ keine Trocknungszeit
+ Wärmedurchlasswiderstand unter 0.18 qm K/W auch hier möglich
+ können problemlos quellen und schwinden
+ Minimierung des Risikos, dass sich Fugen bilden oder sich das Parkett verformt
-  es bilden sich isolierende Luftschichten zw. Parkett und Unterböden (erschwert die Wärmedurchdringung)

Nassverlegung:
+ ermöglicht geringsten Wärmedurchlasswiderstand
+ Wärmeübertragung ist höher als bei trocken verlegtem Parkett
+ bessere Speicherkapazität vorhanden
-  erhöhter Montageaufwand
​-  Trocknungszeit
-  knarrende Stellen durch Kleberstegabbrüche, Stirnfugenbildung und Längsfugenbildung
-  jedes einzelne Element muss Spannung abbauen (Gesamtfläche kann nicht schwinden und quellen)
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